Vor Bargloy gedeihen bald die „Getreidehöfe“

Die Linden Projekt GmbH erhält den Zuschlag für den Bau von insgesamt 29 Wohnungen

Die Resonanz war groß: 21 Investoren bewarben sich mit insgesamt 59 Entwürfen im öffentlichen Wettbewerb um die neun Grundstücke der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (STEM) „Vor Bargloy“. Überzeugt hat die Stadtverwaltung Wildeshausen schließlich ein Konzept, das auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit setzt: die „Getreidehöfe“ der Oldenburger Linden Projekt GmbH.

Wildeshausen, 14. Juli 2021. – Das Ergebnis des Investorenwettbewerbs „Gersten- und Roggenstraße“ steht: Den ersten Preis für die Lose 4.1 bis 4.5 erhält ein Beitrag der Linden Projekt GmbH, das gab die Stadt Wildeshausen am Dienstag in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Laut Sitzungsprotokoll hebt sich das Gesamtkonzept von allen anderen Wettbewerbsbeiträgen ab. Das Preisgericht würdigte dabei besonders die barrierefreie Wohnraumplanung mit Tiefgarage, die für eine Senioren-WG konzipierte Cluster-Wohnung sowie die ansprechende Freiraumgestaltung mit intensiver Begrünung.

„Über den Zuschlag für die Getreidehöfe freuen wir uns ganz besonders, da wir keinen Aufwand gescheut haben, damit die Gebäude sich möglichst stimmig und nachhaltig in die Umgebung einfügt“, sagt Peter Forch, Geschäftsführer der Linden Projekt GmbH. Die Intention, Brücken zu schlagen, spiegelt sich bereits in der Namensgebung wider: Das Planungsgebiet diente früher als Ackerfläche und liegt zwischen der Roggenstraße und Gerstenstraße – namentlich gliedern sich die „Getreidehöfe“ damit nahtlos ein.

Der Entwurf aus der Feder des Architekten Max Hormann umfasst sechs Mehrfamilienhäuser mit je fünf bzw. einmal vier Wohneinheiten, die voraussichtlich bis 2024 auf dem 4.012 Quadratmeter großen Grundstück entstehen sollen. Eine Tiefgarage nimmt den größten Anteil der 44 Parkplätze auf, lediglich sechs Parkplätze sollen oberirdisch entstehen. Die Freiflächen sollen mit Angeboten für gemeinschaftliche Aktivitäten, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten versehen werden und den Bewohnern als Treffpunkt dienen.

„Soziale Nachhaltigkeit und die Idee des gemischten Wohnens sind uns besonders wichtig“, betont Geschäftsführer Forch. „Mit Wohnflächen zwischen 62 und 112 Quadratmetern wollen wir deshalb barrierefreien und unter anderem rollstuhlgerechten Wohnraum schaffen, der für Singles, Paare, Familien und Senioren gleichermaßen attraktiv ist.“

Für ein hohes Maß an ökologischer Nachhaltigkeit sorgen eine energieeffiziente sowie CO2-sparsame Holz-Hybridbauweise mit teilweise begrünter, mineralischer Putzfassade sowie Grünflächen mit heimischen Bäumen, Hecken und Sträuchern. Die Auswahl der Bepflanzung erfolgt mit wissenschaftlicher Begleitung, um einen Beitrag zu Klimaschutz und Artenvielfalt zu leisten. Auch in energetischer Hinsicht bietet die Wohnanlage ein hohes Niveau und soll mit einem voraussichtlich biogasbetriebenen Blockheizkraftwerk zur zentralen Wärmeversorgung und Photovoltaikanlagen auf jedem Gebäude ausgestattet werden.

Der Baustart ist für die erste Jahreshälfte 2022 angesetzt, die Fertigstellung soll spätestens Anfang 2024 erfolgen.

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