150 neue Wohnungen – Linden Projekt entwickelt das Lebensquartier Haarentor

Linden Projekt plant im Stadtteil Haarentor die Entwicklung eines neuen Quartiers entlang eines grünen Bandes. Bis Ende 2025 soll auf dem seit langem von der Diakonie genutzten, rund 22.000 Quadratmeter großen Gelände unter anderem der Neubau eines Seniorenzentrums, einer KiTa und eines Café sowie von Wohnungen entstehen.

Der Botanische Garten nur einen Katzensprung entfernt, vielleicht fünf Minuten bis zur Universität und zum IT-Quartier rund um die Alte Fleiwa: Ein am Schützenweg im Oldenburger Stadtwesten gelegenes Gelände beflügelt die Fantasie von Peter Forch und Helge Strickstrack. Die beiden Geschäftsführer der Linden Projekt GmbH entwickeln für das über zwei Hektar große Areal Pläne für ein neues Quartier. Den vorderen Bereich nutzt die Diakonie im Oldenburger Land zurzeit schon als Standort für das Seniorenzentrum Haarentor.

Und das soll auch so bleiben. Allerdings habe die bisherige Einrichtung „ihre besten Tage schon lange hinter sich“, sagt Diakonie-Vorstand Uwe Kollmann. „Sie ist nicht mehr sanierbar.“ Nach zwei Jahren intensiver Arbeit an der Konzeption für das neue Quartier freut sich Peter Forch, dass der Grundstücks-kauf nun abgeschlossen werden konnte. Sein Unternehmen hat sich verpflichtet, der Diakonie einen Neubau mit etwa 80 Pflegeplätzen und einer Tagespflege sowie zusätzlich eine KiTa zur Verfügung zu stellen. Um diese sozialen Einrichtungen herum sollen ein Café als Begegnungsstätte, Küchen und Verwaltung für die Diakonie-Tochter Diadema sowie Dienstleistungsangebote für die Menschen im Stadtteil entstehen. Der Großteil der Fläche steht für ein gemischtes Wohnungsangebot für unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensmodelle zur Verfügung.

Um die neu entstehenden Verkehrsflüsse zu lenken und zu reduzieren wird ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept erarbeitet. Dazu sollen im Viertel neue Wegemöglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger erschlossen werden. Besonderes Augenmerk legt das Planungsteam zudem auf die Entwicklung und Umsetzung eines nachhaltigen Energiekonzepts.

„Wir schaffen ein lebendiges und gemischtes Quartier mit einem starken, sozialen Kern. Unser Konzept will den Menschen nicht nur Räume bieten, sondern auch wertvolle Dienstleistungen sowie Unterstützung für nachbarschaftliches und ehrenamtliches Engagement“, beschreibt Peter Forch seine Vorstellungen. Helge Strickstrack ergänzt: „Das Quartier will ein gutes und generationenübergreifendes Zusammenlebensgefühl fördern und das tägliche Leben verbessern.“ Gemeint sind damit ausdrücklich alle Menschen aus dem Haarentorviertel. Tatsächlich mangelt es dem Stadtteil bislang an einem zentralen Ort. „Den wollen wir schaffen“, erklären Forch und Strickstrack übereinstimmend.

Sie favorisieren für das „Lebensquartier Haarentor“ genannte Projekt ein in zweifacher Hinsicht offenes Konzept: Zum einen wollen die Planer die Vor-stellungen interessierter Anwohner in ihre Überlegungen einbeziehen und den Entwicklungsprozess so transparent wie möglich gestalten. Zum anderen beabsichtigen sie eine großzügige, einladende Öffnung des Geländes zum Schützenweg hin.

Dort soll auch sofort der spezielle Charakter des Areals erkennbar werden, der trotz Urbanität von Grün und attraktiven Freiflächen gekennzeichnet wird. „Die großen Bäume am Eingang prägen das Ortsbild, und das möchten wir nutzen“, sagt Architekt Alexis Angelis. Im Zusammenspiel mit hochwertiger Architektur markieren sie den Beginn einer Achse, die sich bis zum hinteren Teil  des Geländes zieht. „An ihr werden wir zahlreiche Gebäude, Aufenthalts- und Freizeitmöglichkeiten schaffen, so dass die Bewohner und die Menschen aus dem Haarentor in Kontakt kommen können.“ Für die Bewohner einer Senioreneinrichtung sei es heute wichtiger denn je, „mitten im Leben zu sein“, bekräftigt Uwe Kollmann und fügt hinzu: „Um dieses Leben im Quartier zu unterstützen werden wir als Diakonie ein aktives Quartiersmanagement sicherstellen.“

Die Planung des Projekts liegt komplett in Oldenburger Hand. Zu den Partnern zählen neben dem Architektenbüro Angelis & Partner der Pflegedienstleister Diadema und die Diakonie im Oldenburger Land. „Wir stehen im ständigen Austausch miteinander, um optimale Lösungen für alle Herausforderungen zu finden“, betont Peter Forch. Zum aktuellen Stand der Dinge wird sein Unternehmen demnächst in einer Anwohnerveranstaltung informieren.

Die Nordwest Zeitung berichtet: https://www.nwzonline.de/plus-oldenburg-stadt/oldenburg-stadtentwicklung-in-oldenburg-hier-entsteht-ein-neues-quartier-mit-150-wohnungen_a_50,9,440650160.html

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